Nur 3,8 % der neuen Impact-Jobs sind komplett remote
Homeoffice ja, aber selten ganz: In der Woche vom 18. bis 24. Mai 2026 war nicht einmal jede zwanzigste neue Impact-Stelle komplett remote ausgeschrieben. Die meisten sind vor Ort, gut ein Drittel hybrid.
Remote-Arbeit gilt als neue Normalität. Aber wie normal ist sie im Impact-Sektor wirklich? Der baito Index liefert für die Woche vom 18. bis 24. Mai 2026 eine klare Antwort: Von 2.269 neuen Stellen mit bekanntem Arbeitsmodell waren genau 86 komplett remote ausgeschrieben. Das sind 3,8 Prozent, nicht einmal jede zwanzigste Stelle.
Der eigentliche Standard ist die Arbeit vor Ort: 1.336 Stellen (58,9 Prozent, also fast sechs von zehn) waren komplett in Präsenz ausgeschrieben. Dahinter folgt das hybride Modell mit 847 Stellen oder 37,3 Prozent, gut einem Drittel. Zusammengenommen ließen dir damit 933 Stellen (41,1 Prozent) die Wahl, zumindest teilweise von zu Hause zu arbeiten.
Dass Vollzeit-Homeoffice im Impact-Sektor die Ausnahme bleibt, hat einen einfachen Grund: Viel Arbeit mit gesellschaftlichem Mehrwert ist Präsenzarbeit. Pflegekräfte, Erzieher:innen, Sozialarbeiter:innen und viele andere wirken dort, wo Menschen sind. Eine Beratungsstelle lässt sich nicht ins Homeoffice verlegen. Hybride Modelle findest du vor allem dort, wo am Schreibtisch gearbeitet wird: in Kommunikation, IT, Projektmanagement oder Verwaltung.
Zur Einordnung der Zahlen: Grundlage sind die 2.269 von insgesamt 2.289 neuen Stellen dieser Woche, bei denen das Arbeitsmodell bekannt ist; 20 Stellen ohne Angabe bleiben außen vor. Und wie immer gilt: Der baito Index beschreibt das Stellenangebot auf baito, also impact-orientierte Arbeitgeber, nicht den deutschen Arbeitsmarkt insgesamt.
Wenn dir Flexibilität wichtig ist, lohnt sich also der zweite Blick: Komplett remote ausgeschriebene Impact-Jobs sind selten, aber es gibt sie, und hybride Stellen machen ein gutes Drittel aus. Wie sich der Remote-Anteil von Woche zu Woche entwickelt, kannst du im verfolgen.